Trockene Füsse und rissige Fersen

Der Begriff «rissige Fersen» bezieht sich allgemein auf die Verdickung der verhornten Hautschicht und die Bildung von Rissen an der Ferse und den Fusssohlen.
Trockene Füsse

Trockene Füsse mit rissigen Fersen können nicht nur unschön aussehen, sondern oftmals auch Schmerzen verursachen oder als peinlich empfunden werden. Risse oder Spalte in der Haut führen zu rissigen Fersen. Die Ursache können Trockenheit und/oder Verdickung der Hornhautschwiele sein, die unter Druck reisst und auseinanderbricht. Wenn sich die Haut an der Ferse verdickt oder trocken wird, verliert sie ihre Geschmeidigkeit und Elastizität und kann bereits bei einfachem Druck, wie etwa beim Gehen, reissen. Trockene Haut ist schmerzhaft und juckt und kann das Eindringen von Krankheitserregern durch winzige Risse in den Körper begünstigen. An der Haut Ihrer Füsse bilden sich möglicherweise verdickte Hautstellen, so genannte Hornhautschwielen, wenn Sie Schuhe ohne Socken tragen oder häufig barfuss laufen.

Ursachen von trockenen Füssen

Trockene Füsse sind oft einfach dadurch bedingt, dass die Haut der Füsse Pflege und Feuchtigkeit braucht, um wieder geschmeidig zu werden. Es gibt aber auch andere, mitunter medizinische Ursachen von Hauttrockenheit:

  • Genetische Veranlagung für trockene Haut
  • Diabetes mit autonomer Neuropathie, die zu verringertem Schwitzen und dadurch zu weniger Feuchtigkeit führt
  • Schilddrüsenprobleme
  • Dermatitis infolge von Tinea/Fusspilz
  • Stauungsdermatitis
  • Nierenkrankheit oder Einnahme von Diuretika
  • Lymphom
  • Psoriasis und Ekzem
  • Frostbeulen und Druck- und Kreislaufprobleme
Behandlung trockener Füsse

Der schnellste Weg, die Haut an den Füssen wieder weich und geschmeidig zu machen, ist die intensive und regelmässige Anwendung von feuchtigkeitsspendenden Fusspflegepräparaten. Entfernen Sie die abgestorbene Haut. Zu den Schutzvorkehrungen und schmerzlindernden Massnahmen zählen beispielsweise das Einmassieren von feuchtigkeitsspendenden Präparaten und das Abpolstern der betroffenen Haut. Die regelmässige Anwendung feuchtigkeitsspendender Mittel trägt dazu bei, Haut mit Hornhautschwielen zu durchfeuchten und geschmeidig zu halten.
Auch Fussbäder in warmem Wasser sind wirksam, um die Haut wieder weicher zu machen. Mitunter werden dem Wasser zur Verstärkung der Wirkung Bittersalze und ätherische Öle zugesetzt. Sobald die Haut weich ist, kann ein Bimsstein oder eine Hornhautfeile verwendet werden, um die Hornhautschwiele behutsam abzuschmirgeln. Durch die Entfernung von Hornhautschwielen wird nicht nur abgestorbene Haut abgetragen, sondern es wird auch das Wachstum neuer Zellen darunter angeregt. Reibung und Druck können verhindert werden, indem an der Stelle einer Hornhautschwiele oder an Stellen, an denen sich leicht Hornhautschwielen bilden, wirkstofffreie Pflaster oder Moleskin-Pflaster angebracht werden.

Rissige Fersen

Der Begriff «rissige Fersen» bezieht sich allgemein auf die Verdickung der verhornten Hautschicht und die Bildung von Rissen an der Ferse und den Fusssohlen. Wenn sich die Haut an der Ferse verdickt und/oder trocken wird, verliert sie ihre Geschmeidigkeit und Elastizität und kann bereits bei einfachem Druck, wie etwa beim Gehen, reissen. Insgesamt können diese Faktoren dazu führen, dass die Haut brüchig wird und aufreisst.

Risse an den Fersen können unschön aussehen, schmerzhaft sein und sogar bluten. Die Schmerzen können mitunter recht stark sein, vor allem bei Personen mit einem grossen Fettpolster an der Fusssohle. Dies liegt daran, dass in solchen Fällen die Haut unter Druck elastischer sein müsste, um sich ohne Rissbildung dehnen zu können. Andere Ursachen für verstärkten Druck sind längeres Stehen, eine Schwangerschaft oder Übergewicht. Es gibt weitere, mitunter medizinische Ursachen von rissigen Fersen.

Ursachen rissiger Fersen
  • Barfuss laufen oder das Tragen von Zehensandalen, Riemchensandalen oder Sandalen, die hinten offen sind, was die Füsse austrocknet.
  • Gehen auf trockenem Sand.
  • Genetische Ursache. Der Hauttyp ist oftmals genetisch festgelegt. Bei manchen Personen bildet sich an den Fersen eine sehr dicke Hornhautschwiele, die jedoch nicht reisst, während andere gar keine Hornhautschwiele entwickeln, aber nach einem Tag am Strand starke Risse an der Ferse aufweisen.
  • Langes Stehen zu Hause oder bei der Arbeit, insbesondere auf harten Fussböden. 
  • Übergewicht, das verstärkten Druck auf die Fersen ausübt und eine Hornhautschwiele verursacht. Bei einem erhöhten Gewicht muss sich die Ferse ausserdem stärker ausdehnen und kann daher häufiger stärkere Risse bilden.
  • Schlecht sitzendes Schuhwerk oder Sandalen, die der Ferse bei der druckbedingten seitlichen Ausdehnung keine Stütze bieten.
  • Unhygienische Bedingungen sowie Pilzinfektionen/Tinea.
  • Ungesunde, trockene, schuppige Haut, die durch das Klima verursacht werden kann, zum Beispiel durch geringe Luftfeuchtigkeit in einem trockenen Sommer oder einem kalten Winter.
  • Vitamin-, Mineralstoff-, Zinkmangel und Mangelernährung
  • Schilddrüsen- oder Hormonstörungen
  • Kreislaufprobleme
  • Venenstau
  • Nierenkrankheit oder Einnahme von Diuretika
  • Lymphom
  • Psoriasis und Ekzem
  • Frostbeulen, Druck- und Kreislaufprobleme
Behandlung rissiger Fersen

Mit regelmässiger Fusspflege lassen sich die Fersen so weich halten wie bei einem Baby. In den meisten Fällen können rissige Fersen zu Hause behandelt werden. Zweimal tägliche Anwendung einer Fersensalbe oder eines Feuchtigkeitsmittels auf Ölbasis. Die Verwendung einer Fersensalbe am Morgen ist sehr wichtig, weil sie die Elastizität der Haut an den Fersen erhöht, bevor Sie in den Tag starten, und dem Auftreten von Rissen entgegenwirkt.

In leichteren Fällen kann zur Reduzierung der Dicke der verhärteten Haut die Hornhautschwiele mit einem Bimsstein oder einer Hornhautfeile entfernt werden. Bei stärkeren Rissen muss unter Umständen ein Podologe aufgesucht werden. Vorbeugende Massnahmen gegen die Bildung von Hornhautschwielen und deren Entfernung sind die besten Behandlungen bei rissigen Fersen. Die Entfernung von Hornhautschwielen muss regelmässig wiederholt werden. Sie können eine Hornhautfeile oder einen Bimsstein sowohl an nassen als auch an trockenen Füssen anwenden um herauszufinden, welche Methode bei Ihrem Hauttyp am besten wirkt.

Bei blutenden Rissen tragen Sie ein Antiseptikum auf, um eine Infektion zu verhindern. Mit einem Verband können Sie die Risse bei Bedarf sauber halten. Ein Verband hilft ausserdem dabei, die Feuchtigkeit länger am Fuss zu halten. Wenn die Risse sehr schmerzhaft sind und bluten, können Sie einen festen Tapeverband um die Ferse wickeln, um die Risse «zusammenzuhalten», während sie verheilen.

Auch Ruhe ist wichtig, damit Fersenrisse verheilen können;
  • Tragen Sie, wenn möglich, geschlossene Schuhe und gute Socken.
  • Trinken Sie viel Wasser, um sich und Ihre Haut mit genügend Feuchtigkeit zu versorgen.
  • Auch die Zufuhr essenzieller Fettsäuren über die Nahrung (z. B. von Omega-3-Fettsäuren) und gute Ernährung können helfen.

In manchen Fällen hilft das Einlegen von Fersenschalen in die Schuhe. Fersenschalen aus Silikon können helfen, die Füsse feucht zu halten, und verhindern, dass sich die Ferse zu stark ausdehnt.